Kenia

FLÄCHE:

580.367 qkm.

BEVÖLKERUNGSZAHL:

30.100.000

BEV ÖLKERUNGSDICHTE:

53 pro qkm.

HAUPTSTADT:

Nairobi. Einwohner: 1.505.000

GEOGRAPHIE:

Kenia grenzt im Nordosten an Somalia, im Norden an Äthiopien, im Nordwesten an den Sudan, im Westen an Uganda und im Süden an Tansania. Im Osten liegt der Indische Ozean. Landschaftlich ist Kenia in vier Regionen unterteilt: Wüste im Norden, Savanne im Süden und fruchtbare Ebenen an der Küste und an den Ufern des Victoria-Sees. Das Bergland mit der Haupstadt Nairobi befindet sich im Westen. Nordwestlich von Nairobi liegt das Rift Valley, der Grabenbruch, in dem die Stadt Nakuru und der Aberdare-Nationalpark liegen, unweit des Mount Kenia (5200 m), der ebenfalls einen Nationalpark beherbergt. Ganz im Nordwesten von Kenia liegt der Turkana-See.

STAATSFORM:

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1963. Verfassung von 1963, letzte Änderung 1997. Einkammerparlament (National Assembly) mit 224 Mitgliedern. Staats- und Regierungschef: Daniel arap Moi, seit 1978. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1963 (ehemalige britische Kolonie).

SPRACHE:

Kisuaheli; daneben werden über 30 afrikanische Sprachen gesprochen, u. a. Kikuyu, Luo und Massai; Englisch ist Handelssprache.

RELIGION:

60% Naturreligionen, Katholiken (26%), Protestanten (7%), Muslime (6%) sowie Minderheiten von Juden und Hindus.

ORTSZEIT: MEZ + 2 (UTC + 3).

Geschichte im Schnelldurchlauf

Bereits im 10.Jhd. war Mombasa ein Handelsstützpunkt und bedeutender Hafen. Die portugiesischen Seefahrer errichteten im 15.Jhd. an der Küste Kenias Handelstützpunkte, Anfang des 18.Jhd. wurden sie von den Arabern vertrieben.
Seit dem Jahre 1837 wurde das Küstengebiet vom Sultanat aus Sansibar regiert. Ging es bis dahin nur um Handelsstützpunkte, so begann mit der Anwesenheit der Europäer im 19.Jhd. die erschlossen die Europäer das ostafrikanische Hinterland.
Vor allem deutsche und britische Missionare wurden nun zu Vorreitern für die nun folgenden Expeditionen, auf denen man sich mit betrügerischen Verträgen Land aneignete.
Der Einfluss der Engländer nahm immer mehr zu. 1895 übernahmen die Briten die Verwaltung des Landes, 1920 erklärten sie Kenia zur kurzerhand zur Kronkolonie. Widerstand gegen die Kolonialherrschaft gab es bereits seit dem 1. Weltkrieg.
Erst mit Beginn der Aufstände im Jahre 1952, der in dem acht Jahre andauernden Mau-Mau-Krieg mündete, die britische Kolonialherren zwar militärisch als Sieger hervorgingen, bewirkte das die Bevölkerung sich als eine Nation fühlte.
Nach seiner Haftentlassung konnte der Führer der Kenya African National Union (KANU) und spätere Präsident Jomo Kenyatta am 12.12.1963 die Unabhängigkeit Kenias verkünden.
Von nun an dominierte in Kenya die KANU. Unter Kenyatta galt die KANU als Organ aller gesellschaftlichen und ethnischen Gruppen, es wurde ein Musterland Afrikas.
Jomo Kenyatta starb 1978.
Unter dem zweiten Präsidenten, Daniel arap Moi (1966 bis 1978 Innenminister und Vizepräsident) kam es gleich nach seiner Amtsübernahme zu Machtkämpfen und sozialen Spannungen. 1982 setzte sich arap Moi durch. Kenya wurde zum Einparteienstaates. Bereist kurze Zeit später wehrte Moi einen ersten Putschversuch ab. In den folgenden Jahren wuchs der innenpolitische Druck in der Bevölkerung, Menschenrechtsverletzungen und an Korruption nahmen unter der Herrschaft Moi immer mehr zu.
1991 wurde das Einparteiensystem wieder abgeschafft. 1992 konnten die Bevölkerung zum ersten Mal wieder frei wählen. Moi wurde in seinem Amte bestätigt.
Die Opposition warf zwar der Regierung Wahlbetrug vor, aber nach Berichten internationaler Beobachter, war eher die Uneinigkeit und Rivalität der Opposition unter einander schuld am Ausgang der Wahl. Bei den Wahlen 1997 erhielt Mois Partei erneut die Mehrheit, jedoch knapp die Hälfte aller Sitze im Parlament werden von Oppositionspolitikern besetzt. Im Dezember 1997 wurde Moi in seinem Amt für weitere fünf Jahre als Präsident bestätigt.
Bei den Neuwahlen am 27. Dezember 2002 geht die Regenbogenpartei als Wahlsieger hervor.
Bereits am 30.12 wird Mwai Kibaki zum neuen Präsidenten Kenyas gewählt.

 

Mobassa - Gateway Ostafrikas