Bereits die frühen Seefahrer und Händler schätzten die geschützte Lage für ihre Schiffe.
Koralleninsel Mombasa
Kenias sonnenverwöhnte und mit Palmen bewachsene tropische Küste mit den kühlenden Monsunwinden wird gesäumt von einem spektakulären, 480 Kilometer langen Korallenriff. Während sich die Unterwasserwelt dem Taucher in all seiner Farbenpracht und Vielfalt eröffnet, bevölkern zahllose Vogelarten die Mangrovenwälder und überhängenden Klippen.
Die Strände bieten reichlich Gelegenheiten für Wassersport und laden im Puderzuckersand zum Relaxen und Sonnenbaden ein.
Mehr als die Hälfte der internationalen Hotels Kenias befinden sich entlang der Küste.
Hier liegt auch Mombasa, die zweitgrößte Stadt des Landes und der größte Seezugang Ostafrikas. Die Metropole besteht aus Old Mombasa, das auf einer vorgelagerten Koralleninsel liegt, und New Mombasa auf dem Festland. An der Westseite von Old Mombasa beherbergt Kilindini, einen modernen Tiefwasserhafen mit ausgedehnten Dockanlagen, Werften und Industriebetrieben.
Die ereignisreiche Geschichte der Stadt lässt sich sehr weit zurückverfolgen und bereits die frühen Seefahrer und Händler schätzten die geschützte Lage für ihre Schiffe.
Vom Meer umarmt
Umrahmt von zwei Meeresarmen liegt der eigentliche Stadtkern Mombasas auf einer ca. 14 Quadratkilometer großen Insel, die mit dem Festland durch eine Brücke und eine Fähre verbunden ist.
Aus fernen Ländern brachten über viele Jahrhunderte Missionare, Seeleute, Händler und später Siedler Güter, Bräuche und Menschen ins Land, was sich heute in der einzigartigen kulturellen und kulinarischen Vielfalt reizvoll wiederspiegelt.
Mombasas größter Markt, der Makupa Market, ist nur ein Beispiel für die Geschäftigkeit der Stadt. In dem farbenfrohen, dichten Treiben wird eine unvorstellbar breite Produktpalette feilgeboten. Mit etwas Hartnäckigkeit lässt sich dort so manches Schnäppchen ergattern.
Angreifer gerieten ins Kreuzfeuer
Ebenso ein Muss für den Touristen ist ein Besuch der Altstadt. Labyrinthähnlich schlängeln sich die engen Gassen, flankiert von traditionellen arabischen Häusern mit kunstvoll geschnitzten Balkonen.
Mehr als 20 Moscheen befinden sich in diesem Viertel, unter ihnen auch die älteste, 1570 erbaute Mandhry Moschee.
Am Ostrand der Altstadt befindet sich mit Fort Jesus, die älteste, ehemals europäische, Festung in Afrika. Die ehemals portugiesische, aus dem 16. Jahrhundert stammende Bastion wurde als ein riesiges Pentagon gebaut, so dass Angreifer von allen Seiten in ein Kreuzfeuer gerieten. Seine Funktion wechselte mit dem jeweiligen Besetzter und heute, als Kulturgut, ist in ihm ein Museum untergebracht.
Gott von Löwen bewacht
Dickbauchige Daus – arabische Zwei- bzw. Dreimastschiffe mit Trapezsegeln- werden noch heute im alten Hafen, nur wenige hundert Meter vom Fort entfernt, gelöscht und die Waren z.T. direkt auf die Märkte gebracht.
Kaffee und orientalische Gewürze sind gleich hinter dem City Markt zu finden.
Der beeindruckende Jain Hindu-Tempel mit seiner goldschimmernder Kuppel und den silbernen Türen liegt nur einen Steinwurf vom Markt entfernt. Nicht weniger eindrucksvoll ist der Shiva Tempel des elefantenköpfigen Gottes Ganesh, dessen Eingang von zwei Löwenstatuen bewacht wird. Auch eine Anglikanische Kathedrale befindet sich auf der Insel.
Außer einem breiten Kulturangebot verfügt Mombasa über zahllose Freizeitaktivitäten - angefangen von Golf bis hin zu Fahrten auf einer Dau -, Ausflugmöglichkeiten in alle Richtungen und Übernachtungseinrichtungen aller Kategorien.
Photo: Hadit