Etosha ist ein riesenhaftes abflussloses Becken und ein Teil der Kalahari Senke, die sich
bis nach Botswana ausdehnt. Klimatische Veränderungen und topographische Bewegungen vor 2 bis 10 Millionen Jahren bewirkten, dass der Kunene Fluss seinen Verlauf änderte und seinen Weg direkt in den Atlantischen Ozean suchte. Er ließ dabei den ehemals großen Binnensee nach und nach austrocknen und zurück blieb eine scheinbar endlose Vertiefung aus blassem grünlichweißen Lehm, Schwemmsand und mineralischen Salzen in der sengenden afrikanischen Sonne.
Lediglich in regenreichen Jahren sammelt sich für kurze Wasser in der Pfanne. Das ist die Zeit der Flamingos. Tausende dieser Vögel verwandeln, die sonst weiße brüchige Landschaft, in ein wogendes Meer aus zartrosafarbenen Leibern.
Das an die Salzwüste grenzende Grasland geht in eine Trockenbuschsavanne über und der etwas feuchtere Ostteil wird von einer Baumsavanne bedeckt. Sie ist unter anderem der Lieferant der besonders von den großen Elefantengruppen geschätzten Mopane Bäumen.
In riesigen Herden ziehen eine Vielzahl unterschiedlicher Antilopenarten, Zebras, Giraffen und Strauße auf der Suche nach Nahrung durch die Trockensavanne, gefolgt von ihren Jägern, wie Löwen, Leoparden und Geparden. Zahlreiche Geierarten erheben sich hoch in die Lüfte, um sich anschließend schreiend über die Reste der Raubtiermahlzeiten herzumachen. In den Trockenzeiten sammeln sich die Wildtiere an den über etwa 100 natürlichen und künstlich angelegten Quellen und Wasserstellen, wovon etwa 30 mit optimalen Voraussetzung zur erfolgreichen Tierbeobachtung versehen sind. Neben den 113 Säugetier- und etwa 110 Reptilienarten, sind zudem ca. 340 Vogelarten im Etosha Nationalpark beheimatet. Auf halben Weg zwischen den beiden Camps, umgeben von einer Reihe der
beliebtesten Wasserlöcher des Parks, liegt das 1967 eröffnete Halali Resort.
Wie eine Jagdhornfanfare, die mit dem „Halali“ das Ende der Jagd signalisiert, verweist auch hier der Name darauf, dass es mit der Jagd im Etosha Nationalpark für alle Zeiten vorbei ist.
Dem Besucher stehen hier ebenfalls unterschiedliche Unterkünfte sowie Schwimmbad, Restaurant, Grill und Picknickplätze zur Verfügung. Etwa 600 Meter außerhalb des Lagers befindet sich die während der Nacht beleuchtete Wasserstelle, die regelmäßig von Elefanten, Nashörnern, Löwen und Zebras frequentiert wird.
Photo: Hadit

Ort des trockenen Wassers