Bereits frühe Entdecker glaubten mit den Seychellen den Garten Eden gefunden zu haben.


Nicht nur in der Werbung

Eine milde Briese streichelt sanft die Blätter der Palmen und sorgt in der Idylle des weißen Sandstrandes für Erfrischung. Kleine Boote wiegen sich auf dem in der Sonne glitzernden, kristallklaren Wasser des Indischen Ozeans und in der Ferne sind die Umrisse einer anderen Insel zu sehen. Anmutige Seevögel durchschneiden auf der Suche nach Nahrung die Luft. Das Zwitschern exotischer Vögel und der schwere Duft der üppigen Vegetation steuern ihren Teil zum Paradiesgefühl bei.
So etwas gibt es nur in der Rum-Werbung? Nein, das sind die Seychellen, im Direktflug von Europa aus in 8,5 bis 12 Stunden zu erreichen.

Heimat der Träume

Nordöstlich von Madagaskar und etwa 1600 Kilometer vom Ostafrikanischen Festland entfernt, liegen die Inseln auf denen die Träume zuhause sind. Der Seychellen-Archipel umfasst ca. 400.000 Quadratkilometer des indischen Ozeans und besteht aus 115 größeren und kleineren Inseln, die sich geologisch auffallend in zwei Kategorien unterscheiden.
Die größte Insel Mahé, mit der Landeshauptstadt Victoria, gehört zu der dichten Gruppe von 42 Inseln. Es handelt sich dabei um die einzige Inselgruppe der Welt die aus Granit besteht. Hügelig und überwiegend mit Dschungel bedeckt, wir dort zudem Tee und Zimt angebaut. In dieser üppigen tropischen Vegetation gedeihen überdies Yamswurzeln, Brotfrucht, Bananen, Mangos und Kokosnüsse. Idyllisch gelegene Hotels, Lodges und Gasthäuser mit atemberaubenden Ausblicken verwöhnen den Gast in einem bezaubernden Ambiente. Von den Top 10 der Traumstrände weltweit befinden sich die Hälfte auf den Inseln der Seychellen.

Ein wenig Robinsongefühl

Nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen, südwestlich der Granitinseln, die nicht ganzjährig bewohnten, dicht bewachsenen Koralleninseln. Besonders beliebt bei Wassersportlern, Tauchern und Anglern ist die etwa eine Flugstunde von Mahé entfernt liegende Insel Desroches. Fast schon ein Robinsongefühl geben die etwa 20 Häuschen, die dort zur Übernachtung zwischen den Kokospalmen zur Verfügung stehen. Tagsüber besteht die Möglichkeit in die faszinierende Unterwasserwelt mit ihren Höhlen und dem einzigartigen Fischreichtum abzutauchen.
Ein Drittel der Landfläche der Seychellen nimmt das größte Atoll der Welt, Aldabra ein, das seit 1982 UNESCO Weltnaturerbe ist. Dort sind unter anderem die Riesenschildkröten beheimatet. Ein anderes Beispiel für die Einzigartigkeit dieser Inseln ist Bird. Sie ist für die Millionen Rußseeschwalben, die zwischen Mai und September hier brüten, berühmt.

Kein giftiger Stachel zerstört die Idylle

Dank der abgelegenen Lage der Seychellen und dem erst relativ späten Eintreffen des Menschen konnte sich in der Tier- und Pflanzenwelt ein einzigartiger Reichtum entwickeln.
Auf den Seychellen sind Pflanzen zu finden, die nirgendwo anders auf diesem Planeten gedeihen. Darunter allein 81 seltene Pflanzenarten, die Nachkommen des üppigen tropischen Waldes, der die Inseln bedeckte. Besonders hervorzuheben, ist die im Vallée de Mai auf Praslin wachsende einzigartige Coco-de-Mer-Palme. Diese ist aufgrund der eigenartigen Form und der Größe ihrer bis zu 20kg schweren Samen bekannt. Zahlreiche Orchideenarten und die Tatsache, dass es auf den Inseln keine gefährlichen Raubtiere, keine Giftschlangen, keine giftigen Insekten und keine malariaübertragenden Moskitos gibt, machen das paradiesische Bild perfekt. Außerordentlich reizvoll sind die Seychellen auch für Vogelkundler. Feen-Seeschwalben, Paradiesfliegenschnäpper, die größten Kolonien der Welt von rosaroten Seeschwalben und andere tropische Vögel sind dort zu beobachten.
Eine Reihe von Nationalparks und Naturschutzgebieten schützen diesen erstaunlichen Artenreichtum. Zum Teil wurden auch einige Inseln in ihrer Gesamtheit zum Schutzgebiet erklärt.



Achteinhalb Stunden bis ins Paradies