
So wurde beispielsweise bei Kaya Lendaba – Ort kreativer, aufschlussreicher Unterhaltung-,
rund 75 Kilometer von Port Elizabeth in der Eastern Cape Provinz entfernt, die traditionelle
Heilpraktik wiederbelebt. Die Einrichtung ist das Werk des spirituellen Führers und Heilers
Credo Mutwa. Einige mythologische Charaktere Afrikas sind hier in Form bizarren Statuen dargestellt.
Eine Vorführung unterschiedlicher Rituale gehört ebenso zum Programm wie auch eine Einführung in
die Heilmethoden mit afrikanischen Pflanzen und Blumen. Ein Besuch der Heilhöhle- dem Platz
der großen Visionen-, Diskussionen über das Knochenwerfen der Seher, afrikanische Astrologie
und die Rolle kosmischer Kräfte geben einen Einblick in die afrikanischen Heilmethoden.
Für diejenigen, die auf der Suche nach Alternativmedizinpraktiken sind, bietet Kaya
Lendaba zudem professionelle Beratung, eingehende Therapien und Studienmöglichkeiten an.
In der Free State Provinz wurde vor wenigen Jahren im QwaQwa Naturreservat, an den Ausläufern des Maluti-Gebirges, etwa 50 Kilometer von der Stadt Harrismith, ein Basotho Kulturdorf errichtet. Es wurde geschaffen, um die Traditionen, die Kunst und die Architektur der Basotho auch in der modernen schnelllebigen Zeit zu bewahren und den Besuchern Informationen über den Lebensstil des Volks, das in diesem Gebiet und über die Grenze hinweg in Lesotho lebt, zu liefern.
Im Dorf, bestehend aus Hütten, einem Museum und einer Galerie mit althergebrachter Kunst, wird im Restaurant neben unterschiedlichen typischen Sotho Mahlzeiten das traditionelle Bier in einer Kalebasse serviert. Musiker, sowie Geschichten- und Geschichtserzähler sind ebenso beliebt wie der ngaka –der traditionelle Heiler-. Er begleitet die Besucher auf einer etwa zwei Stunden langen Wanderung. Sein Spezialgebiet ist das Angebot an Gräsern, Wurzeln, Kräutern, Blättern und Rinde die er in der Steppe ausfindig macht und er erklärt dann, wie diese eingesetzt werden um Gebrechen zu heilen, die sich von Zahnweh bis hin zu sexuell übertragende Krankheiten erstrecken.
Ein vier Stunden langer professionell geführter Ausritt mit den berühmten Basotho-Ponys führt unter anderem zu Buschmannszeichnungen, die in diesem Gebiet reich vorhanden sind.Photo:HADIT