Ein einmaliges Gesamtwerk
über Südafrika
Von Südafrika fasziniert haben sich die Autoren etwas ganz besonderes ausgedacht.
"Es ist einfacher etwas zu lieben was man kennt und versteht".
Unter diesem Motto ist nach jahrelanger Recherche ein einzigartiges Nachschlagewerk zum
Thema Geschichte und Kulturen Südafrikas entstanden.
Weitere Infos zur CD
Berge wie Drachenrücken
südafrikanische Binnenland
von der Küstenregion des Indischen Ozeans trennt. Der Anblick des fast 3000m hohen, gezackten
Gebirges erinnerte die Buren an Drachenrücken und sie gaben ihm den Namen Drakensberge. In der
Sprache der Zulu heißen sie recht treffend, angesichts der hoch aufragenden Gipfel,
Quathlamba - Barriere der aufrecht stehenden Speere -, die im Winter nicht selten schneebedeckt
sind. Romantiker nennen Südafrikas höchsten Gebirgszug - die Wiege der Flüsse- und das nicht zu
unrecht, denn zahlreiche Flüsse und Bäche haben dort ihre Quelle.
Die spektakuläre Hochgebirgslandschaft ist ein traumhaftes Reiseziel für den Naturfreund und für
begeisterte Bergfans, die gern die Bergwelt erobern wollen. Für sie sind die Drakensberge ein
absolutes Südafrika-Highlight, das zum Wandern, Klettern und Entspannen in unberührter Natur einlädt.
Imposante tiefe Schluchten, Kammern, Höhlen, Zinnen und balancierende Überhänge prägen das Gebirge.
Das Parkgebiet wird von über 20 Wanderwegen durchzogen. Einer davon führt beispielsweise auf das
Mont-aux-Sources-Plateau. Auf diesem Weg muss eine steile Felswand mit Hilfe von Kettenleitern
überwunden werden. Der Wanderer wird jedoch am Ziel durch herrliche Ausblicke für die Strapazen des
Aufstiegs entschädigt. Die Drakensberge und die vorgelagerten Midlands mit ihren kristallklaren
Bergbächen gelten als eines der besten Angelreviere für Forellen und lassen das Herz jedes Anglers
höher schlagen.
Die Nataler Drakensberge bestehen aus von Basalt überzogenem Sandstein. Diese Basaltdecke ist eine
Ablagerung aus dem Erdinnern, welche in Folge gewaltiger Eruption an die Erdoberfläche gedrückt wurde.
In Vorzeiten reichte sie noch weiter nach Osten. In Millionen von Jahren haben Regen, Wind,
Wasserfälle und die Temperaturen die Basaltschicht abgeschliffen und somit das ihrige dazu
beigetragen diese einzigartigen Formen der Drakensberge entstehen zu lassen.
Durch Erosionseinwirkung entstanden Höhlen und Felsnischen die von den San (Buschmännern)
als Unterkunft und Gemäldegalerie genutzt wurden. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts lebten sie
noch in diesen Höhlen. Einige dieser einzigartigen Kunstwerke sind dort heute noch zu bestaunen.
In fast einem Jahrhundert wurde in den Drakensbergen aus 16 einzelnen Natur Reservaten ein großes zusammenhängendesNaturschutzgebietgeschaffen.
Vorrangig zum Schutz der Elenantilopen erklärte man bereits 1903 das 346 qkm große Gebiet rund um die 3314m
hohen Giant Castle zum Wildschutzgebiet.
1916 kam der RoyalNatal National Park dazu. Er gilt mit seinen rund 88 qkm im Norden der Drakensberge als der landschaftlich schönste Teil. Der Steilabfall erreicht hier seinen Höhepunkt. Über mehrere Absätze stürzt sich hier der Tugela - River, von der 4km langen Felswand des Amphitheaters, 614m in die Tiefe, wird vom Tugela Gorge gepresst, um dann seinen Lauf zum Indischen Ozean fortzusetzen.
Leichte Wanderwege führen zur Tugela Klamm, wo man je nach Wasserstand ein Stück weit in den engen Felstunnel hineinwaten kann. Einem Besuch der englischen Königsfamilie im Jahr 1947 verdankt dieses Gebiet seinen Namen. Schon Queen Elisabeth II. setzte im Teenageralter ihre Füße in die Cascades. Ein kurzer Spazierweg, der Queen`s Causeway, erinnert noch heute an diesen Besuch.
Außer für seine spektakulären Formen ist der Nationalpark für seine abwechslungsreiche Flora und Fauna bekannt. Das Reservat ist ebenso Heimat für Antilopen, wie auch für über 200 verschiedene Vogelarten, einschließlich der Kaffernadler und Bartgeier.
Der Natal Drakensberg Park umfasst insgesamt eine Fläche von ca. 2430 qkm. In diesem Naturreservat werden mehr als 2000 verschiedene Pflanzenarten darunter 900 Blütenpflanzen geschützt. Über 100 davon gibt es ausschließlich hier.
Allein in KwaZulu Natal gibt es elfmal so viele Baumarten wie in Europa. Begünstigend dafür wirken sich Klima und Lage des Gebirgsmassivs aus. Die jährliche durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt ca. 1000mm, wovon etwa 85% in den Monaten zwischen Oktober und März abregnen. In den Wintermonaten gibt es auch Nachtfrost und auf den Höhen sogar Schnee. Ebenfalls wichtig und notwendig für die Vielfalt der Vegetation sind die Gewitter. Durch Blitzschlag entzündet sich das Grasland und die dadurch entstehenden Feuersbrünste ermöglichen eine natürliche Regeneration. Viele Proteen - Arten z.B. sind vom Feuer abhängig, da der Samen erst nach großer Hitzeeinwirkung keimfähig wird.
Um die märchenhafte Atmosphäre, die klare Bergluft, die Wasserfälle, Wildblumen und die Vogelwelt richtig erleben zu können, empfiehlt es sich mindestens eine Übernachtung in einem der zahlreichen Familienhotels im Vorland einzuplanen. Wenige Kilometer nördlich von Himeville führt die zum Teil geteerte Straße, über den seit 1949 befahrbaren Sani Pass, nach Lesotho.

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