Ein einmaliges Gesamtwerk
über Südafrika
Von Südafrika fasziniert haben sich die Autoren etwas ganz
besonderes ausgedacht.
"Es ist einfacher etwas zu lieben was man kennt
und versteht".
Unter diesem Motto ist nach jahrelanger Recherche ein einzigartiges Nachschlagewerk zum
Thema Geschichte und Kulturen Südafrikas entstanden.
Weitere Infos zur CD
Zum 25. Todestag des Freiheitskämpfers
Steve Biko im Jahre 2002
Ein Tod, der die politische Landschaft Südafrikas verändern sollte.
Hoher Besuch zum Gedenktag
Am 12. September jährt sich zum 25. mal der Todestag des Gründers der Black Consciousness
Bewegung in Südafrika, Steve Biko, der 1977 in Gewahrsam der Apartheid-Sicherheitspolizei
ums Leben kam. Sein Tod und vor allem dessen Umstände veränderten die politische Landschaft
Südafrikas grundlegend. Nelson Mandela sagte in einer Sonderausgabe der Steve Biko Foundation:
„Sein Leben wurde mit mehr Lässigkeit und Gefühllosigkeit ausgelöscht, als eine Kerzenflamme
zwischen einem schwieligen Daumen und dem Zeigefinger.“
Unter anderem aus Anlass dieses Gedenktages reiste auch die afrikanische Literaturikone
Chinua Achebe, der zum diesjährigen Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels gewählt
wurde, zu seinem ersten Besuch nach Südafrika.
Stärkung des schwarzen Bewusstseins
In King William`s Town in der Provinz Eastern Cape in Südafrika wurde Stephen Bantu Biko am
18. Dezember 1946 geboren.
Seit frühster Jugend galt sein Interesse der Anti-Apartheidpolitik.
Während seiner Medizinstudienzeit schloss er sich der National Union of South African Students
(NUSAS) an. Die Gruppe wurde jedoch von weißen Liberalen geleitet und verfehlte die
Interessenvertretung und Repräsentanz der schwarzen Studenten. Konsequenter Weise verließ Biko
1969 die Vereinigung und gründete seinerseits die South African Students` Organisation (SASO).
Ihre Aufgabe bestand darin gesetzliche Hilfe und medizinische Kliniken zu beschaffen
und Heimindustrien für benachteiligte schwarze Gemeinschaften zu entwickeln. Ende der 60er
Jahre die BCM (Black-Consciousness-Movement) ins Leben gerufen, die sich vor allem an die
schwarze Jugend wandte und zur Stärkung des schwarzen Bewusstseins diente. Die Apartheidregierung
verhängte 1973 einen Bann über Steve Biko.
Halbtot auf der Ladefläche nach Pretoria
Am 21. August 1977 verhaftete ihn die Eastern Cape Sicherheitspolizei und hielt ihn in Port Elizabeth
fest. Im Hauptquartier der Sicherheitspolizei erlitt Steve Biko am 7. September während des Verhörs
eine Kopfverletzung.
Die Ärzte, die ihn untersuchten, während er nackt auf einer Matte lag und
mit Handschellen an einen Metallrost gefesselt, bestätigten übereinstimmend Symptome für ein
Nervenleiden. Es gab von Seiten der Mediziner keinerlei Vorbehalte für die weitere Inhaftierung.
Die nächsten Tage verbrachte er in einem halb bewusstlosen Zustand, bis der Polizeimediziner
schließlich am 11. September eine Überführung ins Krankenhaus empfahl.
Daraufhin wurde er über 1200 Kilometer hinweg ohne medizinische Begleitung nach Pretoria
transportiert. Eine Fahrt von etwa zwölf Stunden, die Steve Biko nackt liegend auf der Ladefläche
eines Land Rovers qualvoll erdulden mußte.
Tod auf dem Zellenboden
Einige Stunden später, am 12. September, allein und immer noch nackt, auf dem Fußboden einer
Zelle des Pretoria Zentral Gefängnisses starb Steve Biko an den Folgen seiner Hirnverletzungen.
Der südafrikanische Justizminister James Kruger gab bekannt, dass Biko an den Folgen eines
Hungerstreiks gestorben sei und des weiteren „lasse ihn dieser Tod kalt“.
Die Story vom Hungerstreik wurde auf Druck der lokalen und internationalen Medien,
insbesondere von Donald Woods, dem Chefredakteur der East Londoner Zeitung Daily Dispatch,
von den offiziellen Stellen zurückgenommen.
Weltweite Empörung
Die brutalen Umstände die zu Bikos Tod führten, riefen weltweite Empörung hervor und er wurde
zum Märtyrer und Symbolfigur des Widerstands gegen das Apartheidregime.
Als ein Resultat daraus bannte die Südafrikanische Regierung eine Anzahl Personen,
unter anderem Donald Wood, und Organisationen die mit Biko assoziiert wurden.
Donald Woods hat unter Einsatz seines Lebens Steve Biko eine Strecke des Weges
begleitet und dessen Leben in dem Buch „Steve Biko Schrei nach Freiheit“ festgehalten.
Nachdem Donald Woods die Geschichte Steve Bikos recherchiert und bekannt gemacht hatte,
flüchtete er vor der Rache des Staats und dem Hass der weißen Bevölkerung mit seiner
Familie nach London. Von dem Regisseur Richard Attenborough ist das Buch unter dem Titel
„Schrei nach Freiheit“ verfilmt worden. Donald Woods verstarb im Alter von 67 Jahren
am 19. August 2001 in der Nähe von London.
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