Ein einmaliges Gesamtwerk

über Südafrika

 

Von Südafrika fasziniert haben sich die Autoren etwas ganz besonderes ausgedacht.

"Es ist einfacher etwas zu lieben was man kennt und versteht".

Unter diesem Motto ist nach jahrelanger Recherche ein einzigartiges Nachschlagewerk zum Thema Geschichte und Kulturen Südafrikas entstanden.

Weitere Infos zur CD



Der Strauß

Ein wahrlich komischer Vogel Teil 2

Bereits die alten Ägypter und Assyrer wussten den Strauß zu schätzen

Für Mode und Theater

Strauße leben sowohl in der freien Natur, wo sie unter Naturschutz stehen, als auch in Farmen, vorwiegend in Südafrika, aber auch in den angrenzenden Staaten. Bereits die alten Ägypter und Assyrer kannten die Haltung von Straußen. In Südafrika lag der Beginn, der heute eher rückgängigen Industrie der Straußenhaltung, erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Straußenfedern waren es, die auf der ganzen Welt die Frauenherzen höher schlagen ließen. Vor allem die Theater und Kabaretts in Europa und Amerika hatten die Federn für ihre Kostüme entdeckt. Paris, in der damaligen Zeit, wäre ohne Straußenfedern unvorstellbar. Trotzdem handelte es sich hierbei nur um einige wenige Abnehmer.

Vielseitige Verwendung

Um das Image der Straußenfedern aufzuwerten und Straußenprodukte bekannt zu machen, startete die kleine Karoo Landwirtschaftsgesellschaft eine Kampagne und beschritt alle nur möglichen Wege. 1962 wurden Verträge mit namhaften Modefirmen in Paris unterzeichnet. Laurent, Jean Patou und Christian Dior verwenden auch heute häufig Straußenfedern in ihren Kreationen. Zur Herstellung von Gürteln, Handtaschen und auch für Kleidung verarbeiten weltweit bekannte Firmen wie z.B. Hermes, Gucci, Celine und Dior Straußenleder. Ebenso wird das äußerst cholesterinarme Fleisch, in etwa wie Rindfleisch zubereitet, gegessen und auch zu Biltong ( Trockenfleisch ) verarbeitet. Strauße werden in Südafrika auf den Farmen im Wesentlichen wegen dem Leder und der Federn gezüchtet. Hier leben sie während der Legesaison in Paaren oder in Herden zusammen. Für den Export sind nur Farmtiere zugelassen. Etwa 50% des Ertrages stammen aus dem Leder, die anderen 50 % kommen aus dem Verkauf von Federn und Fleisch.

Bei Stress droht der Infarkt

Da die Strauße das Gras bis zu den Wurzeln ausreißen und den Boden festtreten, können auf den Farmen die Weiden nur alle 2-3 Jahre benutzt werden. Angesichts der danach vom Tierkot im Boden lebenden Bakterien und Keime braucht jede neue Herde eine frische, saubere, begrünte Weide und viel Platz zum Laufen. Hat der Strauß keinen Auslauf mehr, wird seine Haut dünn und fleckig. Wird der sensible Vogel in solchen Situationen zusätzlich noch dem Stress ausgesetzt, reagiert er nicht selten einem Herzinfarkt. Oudtshoorn ist die bedeutendste Stadt der Kleinen Karoo und bis heute Weltzentrum der Straußenzucht. Die Farmen Highgate und Safari in Oudtshoorn bieten täglich interessante Führungen an und bieten zudem auch die Verkostung von Straußenfleisch und Omelette der 1 - 1,5 Kilogramm schweren Straußeneier. Das C.P. Nel Museum in der Baron van Rheede Street zeigt Exponate der Geschichte der Straußenzucht, den Lebensstil der Farmer und die örtliche Kultur. Das Haus, in dem sich das Museum befindet, ist ein hervorragendes Beispiel für die Sandsteinarchitektur aus der Zeit des Federnbooms.

Foto: HADIT

© 2001-2006 by HADIT, Durban,RSA&Mülheim,GERMANY Alle Rechte vorbehalten.Kopieren oder Verwenden der Texte und Bilder nur mit schriftlicher Genehmigung der Autoren.