Ein einmaliges Gesamtwerk
über Südafrika
Von Südafrika fasziniert haben sich die Autoren etwas ganz
besonderes ausgedacht.
"Es ist einfacher etwas zu lieben was man kennt
und versteht".
Unter diesem Motto ist nach jahrelanger Recherche ein einzigartiges Nachschlagewerk zum
Thema Geschichte und Kulturen Südafrikas entstanden.
Weitere Infos zur CD
Gasse der Geliebten, flüsternder Tunnel und Kristallweg führen durch die,
von durchsickerndem Wasser in Jahrmillionen geschaffene, unterirdische Wunderwelt
der Sudwala Höhlen.
Highlight im Untergrund
Die Sudwala Höhlen, eine der Hauptattraktionen Mpumalangas, befinden sich etwa
35 Kilometer nordwestlich von Nelspruit entfernt in den Mankelekele Bergen. Über
Jahrmillionen hat durchsickerndes Wasser den Dolomit des Berges zerfressen und
große Höhlen mit bizarr anmutenden Stalaktiten und Stalagmiten geformt. Endlose
Legenden ranken sich um diese Höhlen und es wird vermutet, dass sie sich über
eine Distanz von 40 Kilometern durch den Berg bis nach Lydenburg hinziehen. Miteinander
verbundene Kammern sind der Öffentlichkeit zugänglich. Insgesamt haben sie eine
Fläche von 14.000 Quadratmetern über eine Entfernung von ungefähr 600 Metern.
Die erste und größte Kammer ist die "P. R. Owen-Hall" und benannt nach
dem Besitzer der Farm auf dessen Gelände sich die Höhlen befinden. Fast kreisförmig
hat die Kammer einen Durchmesser von 66 Metern und eine Höhe von 18 Metern. Der
größte Stalagmit reicht sagenhafte 11 Meter in die Höhe.
Ausräuchern zwecklos
Entdeckt wurden die Höhlen bereits im frühen 19. Jahrhundert, während eines Melodrams
um die Nachfolge der Swasi-Herrschaft. Den Fund machte seinerzeit Somquba, ein
Sohn des Swasi-Königs Sobhuza I., der mit seinem Gefolge vor seinem Bruder Mswati
auf der Flucht war. Bei diesem Disput ging es unter anderem auch um eine stattliche
Anzahl königlicher Rinder. Somquba und seine Leute bauten ein Dorf direkt neben
dem Höhleneingang und jedes Mal, wenn Mswati und seine Straftruppe auf der Bildfläche
erschienen, suchten sie Schutz in der Höhle. Mehrere Male versuchten Mswati und
seine Männer die Flüchtenden auszuräuchern, indem sie am Eingang zur Höhle riesige
Feuer anzündeten, jedoch ohne Erfolg. Dennoch gelang Mswati eines Tages ein Überraschungsangriff
und bevor sie fliehen konnten, wurden Somquba und viele seiner Gefolgsmänner getötet.
Oberhaupt der Überlebenden wurde der Induna Sudwala, nach dem letztendlich die
Höhle benannt wurde.
Schreiendes Monster und weinende Madonna
Im Jahre 1965 ließen die Besitzer eine Straße zu den Höhlen anlegen und ungefähr
25.000 Touristen besuchten im darauffolgenden Jahr die Tropfsteinhöhlen. Nachdem
im Jahre 1967 elektrische Beleuchtung installiert wurde, verdoppelten sich die
Besucherzahlen. Schreiendes Monster, Samsons Pfeiler, Gasse der Geliebten, flüsternder
Tunnel, weinende Madonna, Märchenland, Kristallweg und arktische Kammer, diese
Namen sind nur eine Auswahl und deuten an, welche Mannigfaltigkeit der unterschiedlichsten
Formen es in der Untergrund-Wunderwelt der Sudwala Höhlen zu sehen gibt, die durch
die Beharrlichkeit des Wassers, Tropfen für Tropfen, über viele Jahrtausende hinweg
gebildet wurden.
Ehemaliges Munitionsdepot mit Opernhausakustik
Während des Anglo-Boer-Krieges lagerten die Buren in den Sudwala-Höhlen die Munition
für ihre schweren Long Tom Kanonen und lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass
die bis heute fehlenden Kruger-Millionen ebenfalls dort versteckt seien. Im Juli
1970 prüfte der berühmte russische Sänger Ivan Rebroff die Eignung der großen
P.R. Owen-Halle für Konzertzwecke. Seine bemerkenswerte Stimme, die über vier
Oktaven reicht, hallte ruhmvoll durch die Höhlen wider. Seine Meinung war, dass
die Akustik der Halle mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar besser sei, als
die der europäischen Konzertsäle und Opernhäuser. Dank des natürlichen Frischluftdurchflusses
und der Möglichkeit für 3.000 Personen Sitzplätze zu schaffen, wird die Halle
für Aufführungen, unter anderem von dem Drakensberg-Boys-Chor, genutzt. Unterhalb
des Eingangs liegt ein kleiner Ferienort mit Restaurants, Hotels und Schwimmbad.
Im Owen`s Freilichtmuseum sind lebensgroße Nachbildungen prähistorischer Geschöpfe
zu sehen.
Weitere Informationen über:
Sudwala Caves
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