
Südfafrikas Wildparks
Addo Elephant Park

Zitrusfrüchte streng verboten - im Addo Elephant Park
Schutzgebiet bewahrte Kap-Elefanten im letzten Moment vor der Ausrottung.
In der Eastern Cape Provinz, nur etwa 72 Kilometer von Port Elizabeth
entfernt, den grauen Riesen auf der Spur. Das war nicht immer so, denn erst 1931
wurde der Addo Elephant Park zum Schutz der damals fast ausgerotteten Kap-Elefanten
eingerichtet.
Aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen mit den Menschen und ihres sprichwörtlichen Gedächtnisses entwickelten die Elefanten sich zu extrem aggressiven Tieren. Erst 1931 als noch ganze 11 Rüssel dieses Gebiet durchschnüffelten, kamen die Farmer auf die Idee, die Obstabfälle weit außerhalb der Pflanzungen zu entsorgen. Mit dieser List und der Erfahrung des ehemaligen Krügerpark-Rangers Harold Trollope wurden die Elefanten in den im gleichem Jahr zu ihrem Schutz gegründeten Nationalpark gelockt. Nach etlichen Ausbruchversuchen errichtete die Parkleitung mit Bahnschienen und Zugseilen aus den Mienen den stärksten Zaun der Welt. Die Tiere mussten sich nun wohl oder übel ihrem Schicksal fügen und entwickelten sich im Laufe der Jahre zu friedlicheren Geschöpfen.
Heute bewohnen über 300 dieser grauen Riesen den Park. Da dieser jedoch mit seinen etwa 12.000 ha für eine Elefantenpopulation dieser Größe nicht mehr ausreichte, wurde ihm der benachbarte Zuurveld National Park angegliedert. Bestrebungen des Umweltministers gehen dahin, das ganze Gebiet auf 400.000 ha zu erweitern.
Nach neuesten Erkenntnissen unterscheidet sich der Kap-Elefant genetisch nicht von seinem großen Bruder in der Steppe. Dennoch gibt es kleinere Abweichungen, bei den Kap Elefanten besitzt nur der Bulle Stoßzähne, diese sind dünn und nach unten gerichtet. Seit Oktober 1998 kann der Addo Elephant Park mit einer neuen Sensation aufwarten, denn da kamen die ersten Elefantenzwillinge seit der Parkgründung zu Welt.
Außer den Elefanten bewohnen Schakale, Kudus, Buntböcke, Elenantilopen, Duiker, Strauße, Paviane, Warzenschweine, Kapbüffel und etwa 150 Vogelarten den Park. Auch die seltenen Spitzmaulnashörner, die zu Beginn der 1960er Jahre aus Kenia importiert wurden, nachdem Jäger das letzte Spitzmaulnashorn 1853, vier Jahre nach dem letzten Löwen, in diesem Gebiet niederschossen, sind in diesem Gebiet wieder angesiedelt.
Für hervorragende Wildbeobachtungen stehen dem Besucher des Parks Straßen und Aussichtspunkte an Wasserlöchern zur Verfügung.
Übernachtungsmöglichkeiten in Cottages und Rondavels, eingerichtete Rundhütten mit einer Küche zur Selbstversorgung, gehören ebenso zu den Einrichtungen des Parks, wie ein Pool, ein Geschäft und ein Restaurant
Zur eigenen Sicherheit ist es strengstens verboten Zitrusfrüchte mit in den Park zu nehmen!
In einem 400ha großen, abgetrennten Reservat besteht vor allem für Botaniker und Wanderer die Möglichkeit ihrer Leidenschaft zwischen pinkfarbenen Speckbäumen, Aloenarten und Pelargonien zu frönen. © 2001-2006 by HADIT, Durban,RSA&Mülheim,GERMANY Alle Rechte vorbehalten.Kopieren oder Verwenden der Texte und Bilder nur mit schriftlicher Genehmigung der Autoren.